Reviews (Mind Cemeteries)

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"Coma Cluster Void have definitely delivered one of the most groundbreaking albums of the year."

Source: http://www.gitarrebass.musikmachen.de/Magazine/GITARRE-BASS/2016/10

Online Version without review: http://www.gitarrebass.de/workshops/extended-range-guitars/

Was ein Instrument mit 9 oder 10 Saiten wirklich braucht, sind Querdenker. Unkonventionelle Künstler, die nicht "nur" technisch fähig sind, diese gigantischen Gitarren zu beherrschen, sondern auch kreativ dazu in der Lage, die Range spannend zu nutzen. Und da fällt mir nur ein Beispiel ein: Coma Cluster Void.

Empfehlung des Monats
Coma Cluster Void 'Mind Cemeteries'

Auch wenn ich den Mund damit rech voll nehme, dürfte es sich bei diesem Album um die mit Abstand extremste und gleichzeitig experimentellste Empfehlung handeln, die ich an dieser Stelle je aussprechen werde. Das Fundament, auf dem 'Mind Cemeteries' basiert, ist progressiver Death Metal der Marke Gorguts oder Cryptopsy. Mit Letztgenannten teilen sich Coma Cluster Void auch den ehemaligen Sänger Mike DiSalvo. Dominiert von Strieders dissonantem 10 String-Gitarrenspiel nd den, wie die Band sie nennt, "Anti-Grooves" von Drummer Chris Burrows, bricht 'Mind Cemeteries' jedoch mit so vielen Konventionen, dass eine lange Aufmerksamkeitsspanne und ein starkes Nervenkostüm absolut notwendig sind. Anders lässt sich dieses Werk weder erfassen noch aushalten. Wer sich durch das sperrig-zerfahrene und teils geradezu schmerzhaft atonale Werk dieser Visionäre durchbeißen kann, wir allerdings mit einem Hörerlebnis belohnt, dass seines Gleichen sucht. Doch selbst hartgesottene Metaller dürften sich an 'Mind Cemeteries' wohl eher die Zähne ausbeißen. Für mich haben Coma Cluster Void mit ihrem Debüt aber definitiv eines der wegweistendsten Alben des Jahres abgeliefert.